Die menschliche Fußsohle besteht aus einem dichten und feinmaschigen Venennetz. Man spricht von der vaskulären Sohle. Deshalb steht, geht und läuft der Mensch auf einem Venenpolster. Wird das Auspressen des Venenblutes aus diesem Fußsohlenvenenpolster unterstützt, wird der venöse Abfluss aus dem Bein beschleunigt. Bei Belastung des Fußes kommt es zum Auspressen dieses schwammartigen Fußsohlenvenennetzes. Die VenoPed-Schuheinlage bewirkt eine permanente Stimulation dieser venensensiblen Bereiche der Fußsohle.
Durch den dadurch entstehenden ständigen Druckwechsel in diesen Venen wird das Fußsohlenvenennetz schneller ausgepresst und die Fließgeschwindigkeit des venösen Blutes erhöht sich. Dieser "Trainingseffekt" für die Fußvenen führt zu einer spürbaren Entlastung der Beinvenen.
Im Gegensatz zum Kompressionsstrumpf, der bei Durchblutungsstörungen nicht angewendet werden darf, besteht für die VenoPed-Schuheinlage keinerlei Anwendungshindernis. Die Entlastung für die Beinvenen durch die VenoPed-Schuheinlage ist unabhängig von speziellen aktiven Bewegungsübungen. Durch den sehr niederen Querschnitt kann die VenoPed-Schuheinlage in jedem normalen Straßenschuh verwendet werden.
Sie verfügt zusätzlich über eine ausgeprägte Dämpfungskomponente. Dadurch werden Gelenke und Wirbelsäule geschont. VenoPed eignet sich ideal für Menschen mit Stehberufen, besonders, wenn sie sich auf harten Bodenbelägen bewegen müssen.
Die VenoPed-Schuheinlage erhalten Sie in jedem Sanitätshaus (Fa.Ofa Bamberg, Gilofa med Venoped Einlage REF:09 9814)
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Die Kompressionsbehandlung verbessert den Abfluss des venösen Blutes aus dem Bein. Dies geschieht entweder durch einen Kompressionsverband oder einen Kompressionsstrumpf. Der Kompressionsverband wird in einer speziellen Technik angewickelt. Der Kompressionsverband ist nach einer Krampfaderoperation, nach einer Verödungsbehandlung und bei der Behandlung des offenen Beines (Ulcus cruris) notwendig.
In den meisten Fällen muss der Kompressionsverband lediglich über einen begrenzten Zeitraum angewendet werden und kann dann durch einen Kompressionsstrumpf ersetzt werden. Beim Kompressionsstrumpf gibt es vier Kompressionsklassen die genormt sind. Normierungskriterium ist der so genannte Ruhedruck im Sprunggelenksbereich. Strümpfe der Kompressionsklasse I (Druck 18-21 mm/Hg) vermitteln eine Erleichterung bei subjektivem Schwere- und Müdigkeitsgefühl in den Beinen. Sie eignen sich besonders für Menschen, die überwiegend im Stehen oder im Sitzen arbeiten. Ihre Kompressionswirkung ist etwas höher wie die der so genannten "Stützstrümpfe".
Der Kompressionsstrumpf der Kompressionsklasse II (Druck 25-32 mm/Hg) ist der bei Venenleiden am häufigsten angewendete Strumpf. Nach Venenoperationen muss ein solcher Strumpf einen gewissen Zeitraum getragen werden. Bei Vorliegen einer chronisch venösen Insuffizienz ist das Tragen eines solches Strumpfes meist über einen längeren Zeitraum erforderlich.
Ein Kompressionsstrumpf der Kompressionsklasse III (Druck 36-46 mm/Hg) kommt bei schwerwiegenden Folgezuständen einer Venenerkrankung zum Einsatz. Hierunter fallen beispielsweise Hautveränderungen und Schäden des tiefen Venensystems, die als Folge einer Beinvenenthrombose entstanden sind. Bei offenen Beinen oder nach Abheilung offener Beine ist meist ein Strumpf der Kompressionsklasse III notwendig.
Die Anwendung der Kompressionsklasse IV (Druck über 59 mm/Hg) ist in der Regel nur bei schwerwiegenden Erkrankungen des Lymphgefäßsystems erforderlich.
Der Zeitraum, in dem eine Kompressionsstrumpf getragen werden muss, ist unterschiedlich. Er richtet sich nach dem vorliegenden Krankheitsbild und muss in jedem Einzelfall individuell festgelegt werden. So ist nach einer Venenoperation das Tragen eines Kompressionsstrumpfes nur über wenige Wochen erforderlich. Nach einer Thrombose kann eine Kompressionsbehandlung über mehrere Monate, eventuell auch über Jahre erforderlich sein. Bei schwerwiegenden Folgezuständen nach Thrombosen oder bei offenen Beinen kann auch eine lebenslange Kompressionsbehandlung notwendig sein. In der Regel genügt es, den Kompressionsstrumpf tagsüber zu tragen, das heißt er muss nach dem Aufstehen angezogen werden und kann vor dem Zubettgehen wieder abgelegt werden.
Das Anziehen der Kompressionsstrümpfe ist speziell für ältere und bewegungseingeschränkte Menschen nicht einfach. Die Hersteller von Kompressionsstrümpfen bieten hier eine Reihe von An-und Ausziehhilfen an.
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Bei dieser Behandlungsmethode werden beide Beine in dafür speziell konstruierte aufblasbare Manschetten eingelegt. Diese aufblasbaren Manschetten enthalten sogenannte Druckkammern, die abwechselnd aufgepumpt und abgelassen werden. Dadurch entsteht eine wellenförmige Druckzu- und abnahme.
Die Druckintensität kann am Gerät jeweils individuell eingestellt werden. Durch diese wellenförmige Druckzu- und abnahme wird die Fließgeschwindigkeit des venösen Blutes nach körperwärts gesteigert, gleichzeitig kommt es zu einer beschleunigten Entleerung der Lymphgefäße. Diese Art der maschinellen Behandlung empfiehlt sich als Zusatzmaßnahme bei ständig vorliegenden Beinschwellungen, die aufgrund einer ausgeprägten venösen Insuffizienz und/oder einer lymphatischen Abflussstörung entstanden sind.
Diese Behandlung darf nicht angewendet werden bei Vorliegen einer Herzschwäche, einer Entzündung im Beinbereich (Lymphbahnentzündung, Venenentzündung) einer ausgeprägteren Durchblutungsstörung, einer schwerwiegenden Polyneuropathie, bei Zuckerkrankheit und bei einer frischen Beinvenenthrombose.
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Es gibt keine Medikamente, weder als Tabletten, noch als Salbe, die eine Venenschwäche beheben können. Sie zögern auch nicht das Auftreten von Krampfadern hinaus.
Das Ziel der medikamentösen Behandlung ist die Verminderung der Flüssigkeitsansammlung im Bereich der Knöchel und Unterschenkelregion. Dadurch kann es subjektiv zu einer Erleichterung des Schwere-und Müdigkeitsgefühles der Beine kommen. Die Flüssigkeitsansammlungen entstehen durch die erhöhte Porosität der Venenwände, die durch die Bindegewebsschwäche entstanden ist. Der am häufigsten verbreitete Wirkstoff ist Aescin, das aus der Roßkastanie gewonnen wird. Hierdurch kann es zu einer gewissen Abdichtung der porösen Venenwände kommen, mitunter auch zu einer vermehrten Flüssigkeitsausschwemmung.
Die Wirkung derartiger Präparate setzt erst einige Tage nach deren Einnahme ein. Vor Anwendung von sogenannten Venensalben ist es unbedingt erforderlich, die Haut genau zu inspizieren. Sind bereits Hautveränderungen aufgrund von Venenschwächen vorhanden, können derartige Salben zu allergischen Reaktionen und damit zu einer deutlichen Verschlechterung der Hautbeschaffenheit führen.
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Die Verödungsbehandlung (Sklerosierung) hat bei der Behandlung der Krampfadererkrankung (Varikosis) ihre Bedeutung weitgehend verloren. Die mikrochirurgischen Operationstechniken sind eine effektivere und schonendere Behandlungsform.
Bei der Sklerosierungsbehandlung wird ein Medikament in die Krampfader mittels einer Spritze injiziert. Dieses Medikament bewirkt eine künstlich verursachte Entzündung der inneren Venenschicht. Durch diese Entzündung kommt es zu einem Verkleben der inneren Venenwände. Diese verklebten Venenareale lösen sich nach einigen Wochen auf und werden vom umliegenden Gewebe resorbiert. Nach einer Sklerosierungsbehandlung muss für einen bestimmten Zeitraum ein Kompressionsverband getragen werden. Die Behandlung erfolgt ambulant.
Problematisch bei der Sklerosierungsbehandlung ist die künstlich hervorgerufene Entzündung der Krampfader. Dadurch kann eine mitunter gefährliche Venenentzündung entstehen, die sich zu einer Thrombose weiterentwickeln kann. Wenn das Verödungsmedikament nicht präzise in die Vene injiziert wurde, kann dieses Medikament zum Teil schwere Hautschäden verursachen.
Durch die künstlich hervorgerufene Entzündung der verödeten Vene kann es zu Veränderungen der Hautfarbe kommen, man spricht dann von sogenannten Hyperpigmentierungen. Diese werden vom Patienten als störende braune Hautflecken empfunden. Je nach Ausdehnung einer Krampfadererkrankung müssen viele, oft über Monate sich erstreckende Verödungsbehandlungen durchgeführt werden. Die Verödungsbehandlung ist nicht wirksam beim Vorliegen einer Stammvarikosis, das heißt bei Vorliegen einer Crossevenenklappenschwäche.
Inwieweit die Verödungsbehandlung mit Verödungsschaum eine Verbesserung der Verödungsergebnisse und einen mit den operativen Methoden vergleichbaren Standard erreichen kann, muss sich in den folgenden Jahren noch zeigen. Gegenwärtig gibt es keine Langzeitergebnisse und es muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass die Schaumverödungsmittel keine zugelassenen Medikamente darstellen, was höchste Anforderung für die Aufklärung des Patienten bedeutet.
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Schließt eine Crossevenenklappe nicht mehr vollständig, kommt es zur Krampfadererkrankung der oberflächlichen Stammvenen (Sammvarikosis). Dieses Krankheitsbild erfordert immer eine Operation. Voraussetzung, um eine Varikosis operativ zu behandeln, ist ein ungestörter Rückfluss des venösen Blutes über das tiefe Beinvenensystem. Da es sich bei der Krampfadererkrankung um eine fortschreitende Erkrankung handelt, muss die Operation zu einem möglichst frühen Zeitpunkt erfolgen. Die oft gehörte Aussage "Solange die Krampfadern keine Beschwerden verursachen, brauchen sie nicht operiert zu werden" ist unverantwortlich. Häufig handelt es sich bei den ersten Symptomen bereits um Komplikationen der Variskosis (z.B. Venenentzündung ,Thrombose).
Das Operationsverfahren muss zwei Prinzipien erfüllen: Es muss selektiv operiert werden, und die Operationstechnik muss sehr gute kosmetische Resultate liefern. Ein selektives operatives Vorgehen bedeutet, dass lediglich die krankhaften Venen, bei denen der Rückfluss des Blutes gestört ist und die Venenklappen schadhaft sind, entfernt werden. Die noch funktionsfähigen oberflächlichen Venen bleiben verschont. Die sogenannten radikalen Operationsverfahren (Stripping nach Babcock), bei denen sämtliche oberflächlichen Stammvenen ungeachtet ihrer Funktionsfähigkeit entfernt werden, sind nicht mehr zeitgemäß und sollten auch nicht zum Einsatz kommen.
Moderne, mikrochirurgische Operationstechniken begnügen sich mit wenigen und sehr kleinen Schnitten. Lediglich an den Stellen der Crossevenenklappeninsuffizienz (Leiste oder Knieregion) ist ein Hautschnitt erforderlich. Die Krampfadern werden dann über kleine 1 bis 2 mm lange Einstiche (Stichinzisionen) mit Hilfe eines mikrochirurgischen Instrumentariums entfernt. Diese Stichinzisionen müssen nicht vernäht werden und verursachen kaum Narben. Die grossen Vorteile der mikrochirurgischen Operationstechnik sind neben einem optimalen kosmetischen Ergebnis die rasche Mobilisierungsmöglichkeit des Patienten und eine schnelle Wundheilung.
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Die invasive, endoluminle Laserbehandlung von Krampfadern ist eine neue, schnittfreie Operationsmethode.
Sie ist allerdings nicht für alle Befundkonstellationen geeignet und stellt auch keine Komplettbehandlung der Krampfadern dar, d.h. die geschlängelten Varizen müssen zusätzlich mikrochirurgisch entfernt werden.
Die Behandlung erfolgt ambulant und in örtlicher Betäubung. In der Regel können innerhalb von 1-2 Tagen normale Tätigkeiten wieder aufgenommen werden. Im Anschluss an die Behandlung muss ein Kompressionsstrumpf getragen werden.
Therapie
Video "Katheterfunktionsweise"
Langzeiterfahrungen, die einen Qualitätsvergleich mit sorgfältig und fachkundig durchgeführten Venenoperationen darstellen, sind erst in einigen Jahren zu erwarten.
Endoskopische Verfahren werden bei der operativen Behandlung des offenen Beines (Ulcus cruris venosum) und degenerativen Hautveränderungen angewandt.
Kryochirurgie Bei der sogenannten Kryochirurgie wird eine starre Sonde über einen Hautschnitt in die Krampfader eingeschoben. Anschließend wird mit hohem Druck ein Gas in die Sonde gepresst. Dadurch sinkt die Temperatur in der Sonde bis unter den Gefrierpunkt, so dass die Vene an der Sonde anfriert. Die angefrorene Vene kann dann zusammen mit der Sonde herausgezogen werden. Dieses vor ca. 15 Jahren erstmals gezeigte Operationsverfahren hat im Vergleich zu den heutigen mikrochirurgischen Verfahren deutliche Nachteile und wird nur noch in wenigen Fällen angewandt.
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Nach der Veröffentlichung durch Franceschi (1988) war dieses Verfahren teilweise in Frankreich und Italien verbreitet. Es geht von der Vorstellung aus, dass das vom oberen Insuffizienzpunkt zurückfließende Blut über eine untere Querverbindungsvene wieder in das tiefe Beinvenensystem eintritt. Wenn nun dieser Kreislauf unterbrochen wird, dann sollen angeblich wieder normale Fließverhältnisse wiederhergestellt sein. Das zentrale Dilemma dieses Verfahrens ist jedoch, dass sämtliche Krampfadern nach wie vor vorhanden bleiben. Verständlicherweise konnte sich deshalb dieses Verfahren in Deutschland nicht durchsetzen.
Größere Venenoperationen, bei denen die Crossevenenklappe, ein Teil der insuffizienten Stammvenen und die Seitenastvarizen entfernt werden müssen, werden oft in Vollnarkose durchgeführt. Es kommen aber auch lokale Betäubungsverfahren zum Einsatz. Im Einzelfall entscheidet der Operateur über die Art der Schmerzausschaltung. Ein Teil der Eingriffe kann unter bestimmten Voraussetzungen ambulant erfolgen, manche erfordern einen stationären Aufenthalt (in der Regel 3 bis 6 Tage).
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Unter Besenreiser-Varizen versteht man kleine, direkt in der Haut verlaufende erweiterte Venen. Ihr Durchmesser differiert zwischen 0,5 und 2 mm, ihre Farbe ist teilweise rötlich, teilweise bläulich. Sie sind über die sogenannten retikulären Venen direkt mit dem tiefen Beinvenen verbunden. Ausgangspunkt für die Entstehung von Besenreiser-Varizen ist eine Schwäche des Bindegewebes. Sie verursacht eine Erweiterung der retikulären Venen. Als Folge fließt das venöse Blut langsamer durch diese Venen und staut sich dort. Der venöse Stau führt dazu, dass sich Besenreiser-Varizen bilden.
Vor einigen Jahren wurde ein spezielles Behandlungsverfahren für Besenreiser-Varizen entwickelt. Es basiert auf der Überlegung, dass die Besenreiser-Varizen erst dann erfolgreich behandelt werden können, wenn sie sozusagen "trockengelegt" sind. Dies erreicht man durch das Entfernen ihrer Verursacher, der erweiterten retikulären Venen. Diese werden über minimikrochirurgische Inzisionen (0,5mm) mit speziell dafür entwickelten Instrumenten entfernt. Das Ganze geschieht bei örtlicher Betäubung und ambulant. Der Patient kann danach ganz normal seinen Alltagsgeschäften nachgehen. Er muss lediglich am Operationstag einen Kompressionsverband tragen. Nach wenigen Wochen verblassen die Besenreiser-Varizen und können dann in mehreren ambulanten Sitzungen verödet werden.
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Mit dem Begriff Laser wird nur allzu oft die Hoffnung auf die Lösung vielfältiger medizinischer Probleme verbunden. Es bleibt jedoch festzuhalten: Die Lasertechnik kann vieles, aber längst nicht alles.
Der Begriff Laser steht als Abkürzung für "Light amplification by stimulated emission of radiation", das heißt Erzeugung von Licht eines bestimmten Wellenlängenbereiches durch induzierte Emission. Für diesen Lichtverstärkungsprozess benötigt man ein bestimmtes Medium ( Atom, Ion, Molekül, Festkörper), in den Elektronen von einem tieferen auf ein höheres Energieniveau angehoben werden. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Lasertypen. Die spezifische Leistungsentfaltung des jeweiligen Lasertyps hängt von der Wellenlänge, der Impulsdauer und der Energie selbst ab. Auf jede spezifische Fragestellung gibt es heute eine jeweils spezifische Laserantwort. Die gewünschte Wirkungsweise eines Lasers wäre optimale Energieentfaltung am genau definierten Wirkort, ohne die Umgebung zu tangieren.
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Die Problematik der chronischen Erkrankung Durch die Entfernung der krankhaften, nicht mehr funktionsfähigen Venen ist die dafür ursächliche Bindegewebsschwäche nicht behoben. Daraus folgt, dass auch die zum Zeitpunkt der Behandlung noch funktionsfähigen Venen im weiteren Verlauf in ihrer Leistungsfähigkeit nachlassen. Es kann dann erneut zu Funktionseinbußen von Venenklappen mit nachfolgend entstehenden Krampfadern kommen. Deshalb muss ein Patient auch nach erfolgter Behandlung seiner Varikosis regelmäßig ärztlich kontrolliert werden. In der Regel reicht dabei eine Untersuchung pro Jahr mit den dafür zur Verfügung stehenden Ultraschallmethoden aus. Sehr wichtig ist dabei, dass der Patient über diese grundsätzliche Problematik der chronischen Erkrankung seines Venensystems informiert wird. Aufgrund der Eigendynamik dieser chronischen Systemerkrankung kann es deshalb auch nach Behandlung und Entfernung vorhandener Krampfadern wieder zum Neuauftreten von Varizen kommen. Dies kann der Fall sein, muss es aber nicht. Es gibt darüber keine Gesetzmäßigkeit. Umso wichtiger ist die in regelmäßigen Abständen durchgeführte Kontrolluntersuchung nach erfolgter Varizenbehandlung. Sollten erneut Krampfadern entstanden sein, können diese in der Regel bei einer rechtzeitigen Diagnostik mit verhältnismäßig geringerem Aufwand entfernt werden, wie dies bei der ersten Operation der Fall war. Wenn beim Neuauftreten von Varizen operativ behandelt werden muss und mit dieser Operation zu lange gewartet wird, kann der Aufwand deutlich über dem der Erstoperation liegen.
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